Spirituelle Reisen Nord Indien
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Liebe Reisende,
17-02-2011 reisen wir für ca. 16 Tage nach Nordndien, in die Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand. Treffpunkt ist in Delhi, von dort geht es mit dem Zug weiter östlich nach Varanasi, anschliessend Richtung Himalayaberge nach Haidakhan. Ende der Reise beim Anfang – in Delhi.
Varanasi, vormals Benares genannt, ist für Hindus die heiligste aller Städte. Pilger aus allen Teilen Indiens kommen in diese Stadt um beim morgendlichen Bad im Ganges sich ihrer Sünden zu entledigen oder um durch die Totenverbrennung an den heiligen Ghats vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburten befreit zu werden. Buddha hielt nach seiner Erleuchtung seine erste Predigt vom Rad der Lehre in Sarnath, nahe Varanasi.
Geburt und Tod, unbändige Lebensfreude und meditative Versenkung, schillernde Saris und entstellte Bettler, offene Scheiterhaufen und heitere Sitarmusik – es scheint alles gleichzeitig zu geschehen. Varanasi ist bunt, grell, laut, dreckig, spirituell. Wir werden ein paar Tage in dieser unbeschreiblichen Stadt bleiben, diese Verwirrung langsam auf uns wirken lassen, um Indien zu hören, sehen, riechen, spüren und fühlen.
Wir fahren weiter mit dem Zug nach Kathgodam, von dort nach Haidakhan. Klare Bergluft, sauberes Wasser, Ruhe. An den Füssen des Himalaya liegt der Ashram von Haidakhan Wale Baba, ein Ort der Liebe, Wahrheit und Einfachheit.
„If you are at peace, I am in peace. If you are troubled, I am troubled. If you have problems, I have problems. There will always be hills and mountains to overcome on the way to God. Do not be disturbed by the mountains falling down. It is the duty of the mountain to fall down and it is the duty of the soldier to move the mountain. You should seek harmony in everything that you do. I am harmony. Thank you for your love.“ Shri Babaji April 1980
An diesem Platz werden wir einige Tage bleiben. Teilnahme am Ashram Life (Feuerzermonie, Arati, Karma Yoga), Yogastunden und Meditation. Spazieren am Fluss, Sitzen am Fluss, Besteigen des Little Kailash. Leben im Ashram heisst auch Überwinden des Egos. Wir übernehmen Aufgaben die uns zugeteilt werden, ob wir sie mögen oder nicht. Wir essen was wir bekommen. Wir halten uns an Vorschriften. Und innerhalb dieser Grenzen kannst du eine totale Entspanntheit erleben - wenn Du Dich darauf einlässt. Wir verlassen die Autobahn der Gedanken und legen den Leergang im Gehirn ein.
Letzte Stätte der gemeinsamen Reise wird wieder Delhi sein.
 
Ich habe viel Zeit in Indien verbracht. Das Land fasziniert mich immer wieder, gleichzeitig stelle ich mir oft die Frage, warum ich mir das antue. Es wird ja auch incredible India“ genannt. Es ist meist laut, hektisch, chaotisch, es stinkt und überall ist Staub und Müll. Man wird immer angesprochen, angebettelt und übers Ohr gehauen. Und trotzdem zieht es mich magisch an. Was ist das? Die Einfachheit der Menschen, im grössten Elend glücklich sein, die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, diese Direktheit? Oder dieser hingebungsvolle Glaube? In jedem Haus, in jedem Geschäft ist ein kleiner Altar. Auch in nahezu jedem Auto, Lkw oder Bus. Jedes Dorf hat mindestens einen Tempel. Manche Städte haben tausende davon. Gott ist ständig und überall präsent. Und aus dieser Vielzahl von Gottheiten findet jeder eine nach seinem Geschmack. Spiritualität ist dein ständiger Begleiter.
Andere Länder – andere Sitten. Wenn du offen bist für die Andersartigkeit, für andere Denk- und Lebensweisen und deine eigenen Denkschemas vergisst, kannst du dieses Land kennenlernen. Lass auch deinen gewohnten Komfort zu Hause. Das Wasser fliesst nicht immer kräftig aus dem Duschkopf (falls einer vorhanden ist). Du duschst und beim Abtrocknen schwitzt du wieder, eine erneute Dusche wäre schön, doch du musst sparsam mit dem Wasser umgehen. Aber Schwitzen kann auch eine sehr gute Reinigung sein... Eine harte Matratze ist gar nicht so schlecht für den Körper. Schüttelmassage Ist im Buspreis inbegriffen. Und wie wenig Platz die Menschen für sich selbst beanspruchen – zu viert auf dem Moped, zehn Leute im kleinen Auto oder hundert im Bus. Raga – Dvesha, das heisst Mögen – Nichtmögen. Sei zufrieden im Jetzt. Einfache Yogaweisheiten die das Leben leichter machen. Und übe Pratyahara – ziehe deine Sinne zurück und bleibe ganz bei dir. Warten hilft dich in Geduld zu üben. Du musst die Dinge annehmen wie sie sind – und in Ruhe das beste daraus machen.
Der Abschied hinterliess immer etwas Wehmut im Herzen. Und doch (obwohl Indien immer anstrengend ist) komme ich jedesmal gestärkt und mit einem Gefühl der Leichtigkeit nach Hause. Indien ist so riesengross, und auf unserer Reise werden wir nur einen ganz kleinen Teil sehen, aber wir spüren das Land. Es heisst nicht dass wir es verstehen werden, vielleicht ein bisschen.
 
Alles was geplant ist kann sich ändern. Leben im Hier und Jetzt. Auf meinen Reisen lasse ich immer Raum für Spontanes. Spontan in der Gruppe sein wird eine Herausforderung für jeden einzelnen Mitreisenden. Auch die Reiseroute kann sich ändern. Alles basiert auf Vertrauen. Die Klimaveränderung erlebt jeder anders. Die herrliche indische Küche, auf die die Reaktionen sehr unterschiedlich sind.
Solange wir in der Gruppe sind achtet jeder auf den anderen. Es steht natürlich jedem frei sich von der Gruppe zu lösen und sich alleine zu bewegen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und nimmt auf eigenes Risiko teil. Gute psychische und physische Verfassung ist Voraussetzung.
Die Kosten betragen 850 Euro für Unterkunft, Zugreisen und Begleitung. Den Flug buchst du selbst. Das Visum kostet ca. 50 Euro. Für Verpflegung kannst Du zwischen 3 bis 10 Euro täglich rechnen, je nach Wunsch und Geschmack. Während der Zeit im Ashram ist das Mittag- und Abendessen inklusive. Dazu kommen noch Ausflüge, etwa 50 Euro.
Wenn Du Dich angesprochen fühlst und Dich vielleicht schon das Reisefieber packt dann melde Dich bei uns!
Liebe Grüße von Lucia (DE) und Mario (NL)
und ein paar Gedanken von Osho:
„Stille muss geschehen während du absolut lebendig bist, vital, sprudelnd vor Leben und Energie. Dann ist die Stille bedeutsam. Dann ist es eine lebendige Stille. Es wird eine Stille sein die zugleich in den Bergen als auch auf dem Marktplatz sein kann. Dann kannst du in der Welt leben und nicht das Leben der Welt in dir haben.“
Kontakt:
Lucia – +49-(0)-151-20978565 – lucia@yoga-tara.com – www.yoga-tara.com
Mario – +31-(0)-6-43973539 – info@bezielen.nl – www.bezielen.nl